Ich bin Musiker und arbeite als Referent und Orgelsachverständiger im Bischöflich Münsterschen Offizialat, der kirchlichen Verwaltungsbehörde für den niedersächsischen Teil des Bistums Münster. Dort betreue ich in der Kirchenentwicklung den Fachbereich Musik.
Zuvor war ich zwanzig Jahre lang als Kantor in St. Remigius, Viersen am Niederrhein tätig.
Im Rahmen eines Lehrauftrags unterrichte ich Kirchenmusik und Orgel an der Universität Vechta.
Ich gehöre der Liturgie- sowie der Kirchenmusikkommission des Bischofs von Münster an, sitze im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Ämter und Referate für Kirchenmusik in Deutschland (AGÄR), bin Mitglied der Konferenz der Leiterinnen und Leiter kirchenmusikalischer Ausbildungsstätten in Deutschland (KdL), der Vereinigung der Orgelsachverständigen in Deutschland (Beirat für die Ausbildung), VOD, der Gesellschaft der Orgelfreunde (GDO) sowie der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTh). Ich engagiere mich nach wie vor für den Verein Kirchenmusik in St. Remigius Viersen e.V.
Aus meiner Agenda
Mittwoch, 29. April 2026
Tag der offenen Tür
Musik studieren an der Uni Vechta
Täglicher Randomshot via iPhone
Cembalo, Türe, Steckbuchsen
Großhansdorf, am 17. April 2026
Webseite
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Drei Instrumente

Detail der Grenzing-Orgel
Auf einer gemeinsamen Tour gen Nordwesten haben Robert, Gabriel und ich studienhalber einige uns bis dato unbekannte und relativ neue Instrumente aufgesucht und ausgiebig bespielt.
Auf dem Programm stand unter anderen die gerade 2025 erbaute vollmechanische Lorenz-Orgel (II+P, 22 Register inkl. 1 Vorabzug) der Martin-Luther-Kirche in Wentorf mit ihrem für diese Jahre so typisch gewordenen gehäuselos-geometrischen Flächen-Prospekt. Eine dem relativ kleinen Raum angemessene Orgel mit einem insgesamt eher zurückhaltenden, durchaus edlen Klang.
Unsere nächste Station, die ebenfalls vollmechanische Weimbs-Orgel in Trittau (II+P, 20 Register) von 2016, erinnerte mich an meine Studienzeit, in der ich etliche sehr gute Weimbs-Orgeln kennenlernte: Die Orgel der Aachener Annakirche beispielsweise, oder die Orgel in St. Anna in Hellental, wo die Firma ansässig ist. Die historischen Balthasar- bzw. Christian-Ludwig-König-Orgeln in Steinfeld und Schleiden sind von Weimbs hervorragend restauriert worden, und die Firma bewegt sich in dieser Tradition. In Trittau gefielen uns die hohe Mischfähigkeit der nichtsdestowenig sehr charakteristischen Einzelregister sowie die handwerklich makellosen Schreinerarbeiten mit einem originellen Farbspiel im Prospekt.
Das Instrument der Auferstehungskirche in Großhansdorf (III+P, 33 Register) schließlich stammt von dem in Bacelona tätigen Orgelbauer Gerhard Grenzing. Dem architektonisch aufmerksamen Blick des Besuchers erschließt sich unmittelbar, warum das Gehäuse von 1965 als Teil des Gesamtensembles denkmalgeschützt ist und Grenzing 2015 seine Orgel in das bestehende Gehäuse mit seinem asymmetrischen Werkaufbau hineinkonzipieren musste. Dies tut der Qualität dieser Orgel keinen Abbruch. „Was für eine Traktur!“, dachte ich beim Spiel, und die ganze Orgel überzeugt mich sehr. Ich frage mich allerdings, ob – bei einer derart soliden handwerklichen Bauweise – die elektrischen/elektronischen Komponenten wirklich in dieser Form notwendig sind. Eine vollmechanische Bauweise, beispielsweise ohne elektrisch traktierte Oktav- oder frei programmierbare Intervallkoppeln, fände ich auch bei dieser Größe ästhetisch schlüssiger.
18. April 2026