Thorsten Konigorski

Ich bin Mu­si­ker und ar­bei­te als Re­fe­rent und Or­gel­sach­ver­stän­di­ger im Bi­schöf­lich Müns­ter­schen Of­fi­zia­lat, der kirch­li­chen Ver­wal­tungs­be­hör­de für den nie­der­säch­sisch­en Teil des Bis­tums Müns­ter. Dort be­treue ich in der Kir­chen­ent­wick­lung den Fach­be­reich Mu­sik.

Zu­vor war ich zwan­zig Jah­re lang als Kan­tor in St. Remigius, Vier­sen am Nie­der­rhein tä­tig.

Im Rah­men ei­nes Lehr­auf­trags un­ter­richte ich Kir­chen­mu­sik und Or­gel an der Uni­ver­si­tät Vech­ta.

Ich ge­hö­re der Li­tur­gie- so­wie der Kir­chen­mu­sik­kom­mis­si­on des Bi­schofs von Mün­ster an, sit­ze im Vor­stand der Ar­beits­ge­meinschaft der Äm­ter und Re­fe­ra­te für Kir­chen­mu­sik in Deutsch­land (AGÄR), bin Mit­glied der Kon­fe­renz der Lei­ter­in­nen und Lei­ter kir­chen­mu­si­ka­lisch­er Aus­bil­dungs­stät­ten in Deutsch­land (KdL), der Ver­ei­ni­gung der Or­gel­sach­verstän­di­gen in Deutsch­land (Bei­rat für die Aus­bildung), VOD, der Ge­sell­schaft der Or­gel­freun­de (GDO) so­wie der Ge­sell­schaft für Mu­sik­theo­rie (GMTh). Ich en­ga­gie­re mich nach wie vor für den Ver­ein Kir­chen­mus­ik in St. Re­mi­gi­us Vier­sen e.V.

Aus meiner Agenda

Donnerstag, 5. Februar 2026
Society for Music Analysis | February Zoom
Ellen Bakulina (McGill University): “Essential expositional and essential structural closure in Rachmaninoff’s piano concerti”

Auf Instagram Alltagsfoto

Marlow Moss
gepostet am 31. Januar 2026,
meist vom iPhone.

Zuletzt im Journal

Positionspapiere
vom 27. Januar 2026.

Webseite

Seit 2006 gab es hier un­ter­schied­li­che In­ten­tio­nen, Tech­ni­ken und auch läng­ere Pau­sen. Da­her rüh­ren He­te­ro­ge­ni­tät und Un­voll­stän­dig­keit der über die Such­funk­ti­on zu­gäng­li­chen Sei­ten­er­geb­nis­se.

Es gibt ei­nen RSS-Feed.

AΛΣ · IXH · XAN

Cranach in Düsseldorf

Das Düs­sel­dor­fer Museum Kunst­pa­last lockte mich heute mit sei­ner sehens­wer­ten Lucas-​Cranach-​Ausstellung Meis­ter - Marke - Moderne.

Es mag ein beson­ders tugend­rei­cher Huma­nist gewe­sen sein, der die latei­nisch abge­fasste War­nung vor Cupi­dos Wol­lust sei­nem berühm­ten Akt Venus und Cupido hin­zu­fügte: sie steht jeden­falls in einem äußerst kras­sen Gegen­satz zum sons­ti­gen Gehalt des wirk­lich groß­ar­ti­gen Aktes und erin­nert mich an die Gesund­heits­war­nung auf Ziga­ret­ten­schach­teln („Rau­chen gefähr­det Ihre Gesundheit“).

Kopie, das Spiel mit Nach­ge­mach­tem und Fast-​Originalem ist nicht nur ein höchst aktu­el­ler Topos, son­dern auch das Thema Leila Pazo­o­kis Pro­jekt Fair Trade, das aus den Ergeb­nis­sen eines Wett­be­wer­bes besteht, bei dem 100 Künst­ler 7 Stun­den Zeit beka­men, Cra­nachs Jus­ti­tia zu kopie­ren, ohne das Ori­gi­nal zu sehen. Die dadurch ent­ste­hende Wand mit Kopien die­ses Bil­des im Aus­stel­lungs­be­reich mit den zeit­ge­nös­si­schen Kunst­wer­ken, ist schon allein phy­sisch sehr beeindruckend.

Nach Probe und Dienst war ich noch im Sinfonie­kon­zert in der Vier­sener Fest­halle: Das Orchestre Phil­har­mo­ni­que du Luxem­bourg ergänzte mit Brahms und Mozart jene neu­zeit­li­chen Epo­chen der Kunst­ge­schichte, die mir an die­sem Tag noch gefehlt hat­ten. Des­sen Lei­ter, Gus­tavo Gimeno beein­druckte mich eher durch das, was er durch seine recht gro­ßen Diri­gier­be­we­gun­gen bewußt nicht anzeigte. Fas­zi­nie­rend für mich: Den Solis­ten Dais­hin Kashi­moto, Vio­line und Ami­hai Grosz, Viola gelang der offen­sicht­lich hete­ro­ge­nen Klang­lich­keit ihrer Instru­mente und auch ihrer eige­nen dif­fe­rie­ren­den Klang­vor­stel­lun­gen zum Trotz ein ago­gisch extrem gut auf­ein­an­der abge­stimm­tes Spiel.

29. April 2017