Thorsten Konigorski

Ich bin Mu­si­ker und ar­bei­te als Re­fe­rent und Or­gel­sach­ver­stän­di­ger im Bi­schöf­lich Müns­ter­schen Of­fi­zia­lat, der kirch­li­chen Ver­wal­tungs­be­hör­de für den nie­der­säch­sisch­en Teil des Bis­tums Müns­ter. Dort be­treue ich in der Kir­chen­ent­wick­lung den Fach­be­reich Mu­sik.

Zu­vor war ich zwan­zig Jah­re Lang als Kan­tor in St. Remigius, Vier­sen am Nie­der­rhein tä­tig.

Im Rah­men ei­nes Lehr­auf­trags un­ter­richte ich Kir­chen­mu­sik und Or­gel an der Uni­ver­si­tät Vech­ta.

Ich ge­hö­re der Li­tur­gie- so­wie der Kir­chen­mu­sik­kom­mis­si­on des Bi­schofs von Mün­ster an, sit­ze im Vor­stand der Ar­beits­ge­meinschaft der Äm­ter und Re­fe­ra­te für Kir­chen­mu­sik in Deutsch­land (AGÄR), bin Mit­glied der Kon­fe­renz der Lei­ter­in­nen und Lei­ter kir­chen­mu­si­ka­lisch­er Aus­bil­dungs­stät­ten in Deutsch­land (KdL), der Ver­ei­ni­gung der Or­gel­sach­verstän­di­gen in Deutsch­land (Bei­rat für die Aus­bildung), VOD, der Ge­sell­schaft der Or­gel­freun­de (GDO) so­wie der Ge­sell­schaft für Mu­sik­theo­rie (GMTh). Ich en­ga­gie­re mich nach wie vor für den Ver­ein Kir­chen­mus­ik in St. Re­mi­gi­us Vier­sen e.V.

Aus meiner Agenda

Dienstag, 15. April 2025
Die Improperien
Mein Beitrag zum Predigttriduum in St. Remigius / Viersen.

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gepostet am 30. März 2025,
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Begriffsstutzen

Amüsiert von Hannah Schmidts Beitrag für das VAN-Magazin (zum Teil äußerst zutreffend und insgesamt lesenswert, aber diskussionswürdig; ich kann die Angemessenheit von Kirchenmusik nicht am Instrument und auch nicht am Stil festmachen) - stolpere ich bei der wohl auch meistzitierten Stelle: „Gott ist nicht cool (was hätte er auch davon?) und die Kirche wird es wohl auch nicht mehr werden. Wer beides mag, ist heute ein Nerd, und das ist okay. Gott ist auch ohne Orgel und ohne Kirche Gott. Und Orgel ist auch ohne Gott und Kirche großartig. Nur die Kirche, denke ich, die braucht irgendwie beides“.

Was um Himmels willen meint die Autorin mit dem Satz „Gott ist nicht cool“? Den ersten trivialen und vermutlich zutreffenden Deutungsimpuls bewusst ignorierend, gerate ich ins Grübeln. Unsubstanziiert leichtfertige Aussagen über Gott bergen immer die Gefahr der Vereinnahmung (hier beispielhaft „Deus lo vult“ anzuführen wäre eine allzu große Kanone für diesen Spatz), und eine singuläre apophatische Aussage ist ziemlich nichtssagend. Negative Theologie ist eben sehr viel mehr, als bloß zu formulieren, was Gott nicht ist.

Und „cool“? Ausgerechnet „cool“ - im Wortsinn? Befremdet von der Vorstellung eines unbewegt-teilnahmslosen, ataraktischen Gottes lese ich nach und muss seufzend erkennen, dass zumindest die Kirchenväter (Klemens von Alexandrien, Origenes, Athanasius) voller Verwerfungen und Komplexität diesbezüglich im Grunde doch von einer Apatheia Gottes ausgehen: Gott scheint cool zu sein, erschreckend und meinen Widerspruch herausfordernd cool.

8. April 2019