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	<title>Thorsten Konigorski</title>
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	<description>www.thorsten-konigorski.de</description>
	<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 18:01:54 -0400</pubDate>
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		<title>Drei Instrumente</title>
		<description><![CDATA[Detail der Grenzing-Orgel
Auf einer gemeinsamen Tour gen Nordwesten haben Robert, Gabriel und ich studienhalber einige uns bis dato unbekannte und relativ neue Instrumente aufgesucht und ausgiebig bespielt. 
Auf dem Programm stand unter anderen die gerade 2025 erbaute vollmechanische Lorenz-Orgel (II+P, 22 Register inkl. 1 Vorabzug) der Martin-Luther-Kirche in Wentorf mit ihrem für diese Jahre so typisch ge­wor­denen ge­häu­se­los-geo­me­tri­schen Flächen-Prospekt. Eine dem relativ kleinen Raum angemessene Orgel mit einem insgesamt eher zurückhaltenden, durchaus edlen Klang.
Unsere nächste Station, die ebenfalls vollmechanische Weimbs-Orgel in Trittau (II+P, 20 Register) von 2016, erinnerte mich an meine Studienzeit, in der ich etliche sehr gute Weimbs-Orgeln kennenlernte: Die Orgel der Aachener Annakirche beispielsweise, oder die Orgel in St. Anna in Hellental, wo die Firma ansässig ist. Die historischen Balthasar- bzw. Christian-Ludwig-König-]]></description>
		<pubDate>Sat, 18 Apr 2026 06:52:46 -0400</pubDate>
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		<title>Nerly in Bremen</title>
		<description><![CDATA[Friedrich Nerly, Das Forum Romanum, 1830
Die Kunsthalle Bremen stellt derzeit Werke des Romantikers Friedrich Nerly (1807–1878) aus: „Nerly in Rom“.1

Zentrales Werk dieser Ausstellung ist das erst 2017 restaurierte Werk Campagnalandschaft mit Aqua Claudia von 1836. Es bildet die Ruinen des wichtigsten und prächtigsten Aquädukt des antiken Roms, der Aqua Claudia, ab. Die Ausstellung stellt diesem Werk kontrastierend andere Kunstwerke mit demselben Motiv gegenüber, z.B. Hans-Christian Schinks (*1961) Fotoserie von 2014, oder eine 1890 entstandene Fotografie von Domenico Anderson (1854 - 1938) und viele weitere, so dass Genese und Evolution der Aqua Claudia als Motiv der Kunst sehr plastisch werden. Die Kunsthalle veröffentlichte einen lesenswerten Blogbeitrag  hierzu.
Mir war ein Ausstellungs-Hinweis und die Thematisierung der Aqua Claudia Anlass, nochmal in die Mini-Serie Ripley von 2024 reinzusehen, basierend auf dem Roman von Patricia Highsmith. In der Serie mit ihren formidalen Schwarz-Weiß-]]></description>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 02:37:18 -0400</pubDate>
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		<title>Metaspiel</title>
		<description><![CDATA[
Ein Foto, auf dem ich heute meine Tochter in der aktuellen Ausstellung im Düsseldorfer Kunstpalast beim Betrachten einer Druckgrafik abbilde, auf der Edgar Degas 1879 die amerikanische Impressionistin Mary Cassatt in der etruskischen Sammlung im Pariser Louvre beim Betrachten des Sarkophags von Cerveteri abbildete, auf dem ein unbekannter Künstler im späten 6. Jahrhundert v. Chr. ein etruskisches Ehepaar in Caeres Banditaccia-Nekropole abbildete. Das Paar sieht die Betrachter an.]]></description>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 18:40:24 -0400</pubDate>
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		<title>Ottomusik</title>
		<description><![CDATA[Gestern hat sich Otto Maria Krämer in seiner Pfarrei in den Ruhestand verabschiedet. Mit ihm geht ein Meister, der ohne Zweifel auch weiterhin seinen Beitrag zu seinem spezifischen Fach, der Orgelimprovisation, leisten wird.
Der Liedplan seiner Abschiedsmesse - der ganz offensichtlich nicht von ihm stammte - enthielt einen schwer zu überbrückenden Downhill: die entsprechende und gerade bei der in diesem Jahr von der Leseordnung vorgegebenen Matthäuspassion nicht mehr ohne Bach-Assoziation apperzipierbaren Strophe von O Haupt voll Blut und Wunden — dann Stille — und dann das Lied Ich glaube an den Vater (Gl 826 im Bistum Münster). Es war an dieser Stelle äußerst sinnfällig, wie wichtig auch und gerade bei solchen Untiefen die Wichtigkeit künstlerischen Orgelspiels ist: Otto bewies hier geradezu exemplarisch, wie man Lieder und Übergänge gestalten kann und einer kompositorischen Flachheit möglichst viel künstlerische Substanz entgegenstellt.
Erschreckend,]]></description>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 05:20:05 -0400</pubDate>
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		<title>Honora</title>
		<description><![CDATA[Heute erschien das allererste Solo-Album des 64-jährigen Red-Hot-Chili-Pep­pers-Bas­sisten Michael „Flea“ Balzary: Honora, auf dem er nicht nur Bass, sondern ganz wesentlich auch Trompete spielt. Ein stilistisch überraschendes Album. Feiner Jazz. Auf dem Cover ein Foto aus den 60ern, das seine Schwiegermutter Shanin Badiyan zeigt, „a strong Persian woman who embodies the spirit of a free Iran.“1

Mit dem Rolling Stone denke ich: „Hier ist einer wirklich gut gealtert, Respekt.”2 Und verstehe die steile und natürlich unterkomplexe These „Everything besides love ist cowardice“ als eine Ansage gegen die toxisch virulenten Starker-Mann-Tendenzen der aktuellen Politik: You wanna be brave, you wanna be tough?
Hörenswert.
1 Erläuterung aus der Facebook-Gruppe Frusciante World
2 Review im Rolling Stone]]></description>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 08:23:17 -0400</pubDate>
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		<title>C-Ausbildung</title>
		<description><![CDATA[Gestern war ich in Wilhelmshaven zu Gast bei Kantor Robert Pernpeintner. Dort gab es einen Austausch mit den Regionalkantoren des Bistums Passau, die sich zusammen mit meinem Kollegen Marius Schwemmer zu einer Fortbildung derzeit in St. Willehad aufhalten. Themen waren unter anderem die Hauptamtlerstruktur und die D- / C-Ausbildungen in den jeweiligen Bistümern. 
Letzteres war schon Thema in beiden Vorständen von AGÄR und KdL und bei den diesjährigen Jahrestagungen. Der Anspruch des berufsqualifizierenden Kirchenmusikstudiums ist das studium generale der Musik überhaupt. Man darf die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, dies in einer „Light-Version“ allen aufzuerlegen, die sich nebenamtlich – also auf C- oder D-Niveau – musikalisch in Kirche engagieren wollen. Mir erscheint es hier deutlich sinnvoller, eine aufgefächerte Palette an Teilbereichsqualifikationen anzubieten, ähnlich wie es in Osnabrück, teilweise auch in Fulda schon der Fall ist: Orgelspiel, Popularmusik, Chorleitung,]]></description>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2026 03:18:31 -0400</pubDate>
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		<title>Berne</title>
		<description><![CDATA[Am Freitag erschien das jüngste Album des niederländischen Organisten Léon Berben mit ausgewählten Werken Dieterich Buxtehudes, eingespielt auf der 2025 durch Jens Steinhoff in Kooperation mit Winfried Puschmann restaurierten Berner Lampeler-Kröger-Orgel von 1596 bzw.1643. In dieser Orgel erklingen die ältesten Pfeifen im Oldenburger Land.
Bereits im letzten Jahr war sie eine Station unserer Orgelexkursion, und erst heute bin ich dazu gekommen, nochmals zu meiner evangelischen Orgelsachverständigen-Kollegin Natalia Gvozdkova nach Berne zu fahren und mir ausführlich Zeit zu nehmen, die Orgel unter die Lupe zu nehmen.
Ich bin ziemlich begeistert. Prinzipale, die in diesem Raum seit 430 Jahren klingen. Charakteristische Stimmen, die Rauh- und Mildheit widerspruchslos in sich vereinen. Buxtehudes d-Moll-Präludium BuxWV140, das meine StudentInnen zur Genüge kennen, mag das verdeutlichen. 
Ebenso hörenswert ist dasjenige in g-Moll,]]></description>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 20:08:02 -0400</pubDate>
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		<title>Klimbim</title>
		<description><![CDATA[Zum heutigen zehnten Todestag von Nikolaus Harnoncourt lese ich erneut dieses Interview, das er 2004 dem österreichischen Nachrichtenmagazin Profil gab, mit seinem bekannt gewordenen Zitat:
 Wir bestehen überhaupt nur aus Klimbim.
Wichtiger als diese Wertung erscheint mir allerdings die bis heute bestehende, sich verschärfende und vollkommen zu Recht beklagte mangelhafte Ausbildungssituation bezüglich des Fachs Musik. 
Man wird den Generationen das Wegbrechen des im Interview erläuterten „Lebensmaterials“ anmerken, fürchte ich.]]></description>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 10:35:01 -0500</pubDate>
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		<title>Flussschiffe</title>
		<description><![CDATA[





© Lizenz]]></description>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 15:35:09 -0500</pubDate>
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		<title>Silence</title>
		<description><![CDATA[Am Wochenende besuchte ich mit meiner Tochter die im Düsseldorfer Museum K20 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen laufende Ausstellung „Queere Moderne“. 
Bemerkenswert: das 1951 entstandene Kunstwerk „Silence“ der schweizerisch-jüdischen Malerin und Dichterin Sonja Sekula (nach Morton Feldman „the silent movie star type“). Das Kunstwerk findet sich hier auf Seite 77 (bzw. im pdf S. 41) abgebildet. 
Sekula stand ab 1947 in einem engen Austausch mit John Cage und Merce Cunningham und schuf „Silence“ und „Speak Silence“ (1958) inspiriert von Cages Aussage: 
Ich habe nichts zu sagen, und das sage ich.
Zeitlich zwischen beide Bilder fällt, thematisch verwandt, die 1952 erfolgte Uraufführung des von Cage als sein wichtigstes Werk bezeichnete Schlüsselwerk der Neuen Musik, 4&#x00027;33&#x00027;&#x00027;. Das Stück ist auch auf Spotify zu finden. Wirklich.]]></description>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2026 09:05:48 -0500</pubDate>
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