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Thorsten Konigorski

Noch Musik hören

Dienstag, 8. September 2009

Bei Mat­thias Mader fand ich heute fol­gende Provokation:

„Ich höre keine Musik mehr. Ich kann Musik nicht ertra­gen. Ich hasse Musik. Wenn man mich fragt, ist Musik einer der Gründe, warum alles zum Teu­fel geht. Jedes Mal, wenn ich Musik höre – als ich noch Musik hörte — war mir, als müsste ich alles auf­ge­ben. Musik schafft hirn­lose Einig­keit, sonst nichts. Musik steht für Ver­ant­wor­tungs­ver­drän­gung. Musik ist Feig­heit. Wer Musik hört, ‚ver­gisst‘ auf ein­mal die unum­stöß­li­che Tat­sa­che, dass er mut­ter­see­len­al­lein ist; und er wird es immer sein.

Musik dik­tiert mir einen Zustand, und das ist zum Kot­zen. An Musik klebt der­selbe idio­ti­sche Ruf wie an Mas­sen­sug­ges­tion oder Rebel­lion. Und diese ganze kotz­be­schis­sene Rezep­tion, die ist das Schlimmste an Musik. Ich hasse die Vor­stel­lung, mich mit­rei­ßen zu lassen.”

— Mathias Fald­bak­ken, Macht und Rebel, 71f.

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