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Thorsten Konigorski

Musikgeschmack 2.0

Dienstag, 21. April 2009

Es trifft sich, dass Musik nach land­läu­fi­ger Mei­nung bes­ser als alle ande­ren Kunst­for­men imstande ist, das tiefste Innere des Men­schen zu berüh­ren und zu offen­ba­ren. Sie rührt an ver­bor­gene Gefühle, exis­ten­zi­elle Erfah­run­gen, wenn man so will: die Seele. Nichts ist per­sön­li­cher als der Musikgeschmack.

Unter dem Titel Mein musi­ka­li­scher Zwil­lings­bru­der ver­öf­fent­lichte Jür­gen von Ruten­berg einen Bei­trag für “Die Zeit”. Er trifft mit­tels Ver­net­zung in Blog­gers Lieb­lings­mu­sik­platt­form last.fm einen ande­ren User mit exakt dem glei­chen Geschmack, den glei­chen Hör­ge­wohn­hei­ten — und lernt ihn schätzen.

Der Text offen­bart neben dem, was mich in der Musik (bes­ser: der Kunst) gefan­gen­nimmt auch die ganze Ambi­va­lenz des “Web 2.0″: Tei­len und Kom­mu­ni­ka­tion in bes­ter Absicht und miß­bräuch­li­ches Daten­sam­meln lie­gen eng bein­ein­an­der. Nur nicht daten­in­fan­til werden.

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