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Thorsten Konigorski

Mörike

Samstag, 10. Januar 2009

“Die Musik tut eine unbe­schreib­li­che Wir­kung auf mich, oft ist’s wie eine Krank­heit, aber nur perio­disch; ich sage Dir, eine beweg­li­che, nicht gerade trau­rige Musik, oft eine fröh­li­che, kann mir manch­mal mein Inners­tes lösen. Da ver­sink ich in die weh­mü­tigs­ten Phan­ta­sien, wo ich die ganze Welt küs­send voll Liebe umfas­sen möchte; wo mir das Klein­li­che und Schlimme in sei­ner gan­zen Nich­tig­keit und wo mir ALLES in einem andern, ver­klär­ten Lichte erscheint.”

(Edu­ard Mörike, hier unbe­legt zitiert nach Froh­lo­cker)

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Kommentare

  1.   Gabriel · 10. Januar 2009 · #

    Oh, danke! Unbe­legt zitiert. Ich habe diese Pas­sage vor län­ge­rem auf einer “Jazz & Lyrik” Platte gefun­den, wie sie in den 70ern mal sehr beliebt waren. Dort wurde sie (von Gert West­phal?) wun­der­bar ein­ge­spro­chen. Ursprüng­lich ist sie einer Auf­zeich­nung Möri­kes aus dem Februar 1822 ent­nom­men (wie zB auch hier zitiert), aber ich glaube nur der hin­tere Teil. Der vor­der ent­stammt soweit ich weiß einem sei­ner Briefe. Die gesamte Pas­sage auf der Platte geht noch etwas län­ger: “Wenn die Musik dann abbricht, möcht ich in mei­ner Emp­fin­dung von einer hohen Mauer her­ab­stür­zen, möchte ster­ben.“
    In die­sem Sinne! :)

  2.   Thorsten · 10. Januar 2009 · #

    Ich kenne viele ähnli­che Zitate, grade von Roman­ti­kern, aber eben die­ses kannte ich noch nicht und konnte es in mei­ner Lite­ra­tur hier auch nicht bele­gen. Danke für den erhel­len­den Kommentar.

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