Monatsarchiv September 2009
29. September 2009
When i am laid in earth
Aus aktuellem Anlass möchte ich nochmal auf diese schöne todtraurige Arie von Henry Purcell verlinken, diesmal in der Fassung von Richard Thompson — Für Liisa: Ich hätte beinah „Musik zum Wochenende” drübergeschrieben, dabei ist heute Dienstag. Danke für Deine Reihe von hier aus.
Bilder bookmarken mit Asaph
Um inspirierende Bilder aus dem Netz zu sammeln, stehen im Netz Bookmarking-Services wie ffffound oder visualize.us zur Verfügung. Beide ermöglichen mithilfe eines Bookmarklets oder einer (Firefox-)Extension ein sehr, sehr einfaches Abspeichern des gewünschten Bildes, ähnlich, wie es bei Delicious funktioniert: Ein Klick auf die entsprechende Schaltfläche findet alle Bilder der aufgerufenen Seite, man klickt das gewünschte Bild an und automatisch wird bei dem entsprechenden Service das Bild der Bookmark-Sammlung zugefügt.
Grundsätzlich finde ich selbstgehostete Lösungen besser, nicht zuletzt, weil man diese immer an das gewünschte Design anpassen kann. Außerdem ist die Trägheit und das häufige Ausfallen gerade von visualize.us unbefriedigend. Eine wunderbare, sehr einfache Alternative bietet das Microblogging-System Asaph von Dominic Szablewski, das neben Bilder auch einfache Textzitate aufnehmen kann: Einfache Installation, schlichtes Backend ohne jeden Schnickschnack und eine extrem einfache Handhabung. Durch das „Posten” per Bookmarklet braucht man zum Einloggen gar nicht die Backendseite aufzurufen, sondern kann von der Seite aus, auf der man sich befindet, alle notwendigen Informationen eingeben.
Hier ist meine Beispielinstallation.
20. September 2009
Musikerphotos
„Zwischen Magie und Marketing” nennt der Deutschlandfunk eine Sendung über Musikphotografie heute und stellt auf die Seite zur Sendung etliche Photos bedeutender Musiker (Annette Dasch, Anna Netrebko, Hélène Grimaud etc), erstellt von darauf spezialisierten Photografen. Herausragend: Photos des Niederländers Marco Borggreve.
17. September 2009
Distraxion
„Beautiful music” war der Vorläuferbegriff zu Smooth Jazz — jener Mischung aus Popmusik und Jazz, die in Kaufhäusern und Fahrstühlen allzuoft als Hintergrundmusik funktionalisiert wird. Wenn Musik nervt ist die Überschrift zu einem Filmchen namens Distraxion, das ziemlich deutlich illustriert, wie Berieselung auch empfunden werden kann.
12. September 2009
Birds on wires
Birds on wires: eine Komposition nach einem Photo mit Vögeln auf Telefondraht. Jeder Vogel auf dem Draht bestimmt die Position einer Note auf Notenlinien.
Und 20 Youtube-Videos in B-Dur: In b flat zum Selbermischen. Play these together, some or all, start them at any time, in any order. Eine teildeterminierte Klangkollage konzipiert von Darren Solomon.
8. September 2009
Noch Musik hören
Bei Matthias Mader fand ich heute folgende Provokation:
„Ich höre keine Musik mehr. Ich kann Musik nicht ertragen. Ich hasse Musik. Wenn man mich fragt, ist Musik einer der Gründe, warum alles zum Teufel geht. Jedes Mal, wenn ich Musik höre – als ich noch Musik hörte — war mir, als müsste ich alles aufgeben. Musik schafft hirnlose Einigkeit, sonst nichts. Musik steht für Verantwortungsverdrängung. Musik ist Feigheit. Wer Musik hört, ‚vergisst‘ auf einmal die unumstößliche Tatsache, dass er mutterseelenallein ist; und er wird es immer sein.
Musik diktiert mir einen Zustand, und das ist zum Kotzen. An Musik klebt derselbe idiotische Ruf wie an Massensuggestion oder Rebellion. Und diese ganze kotzbeschissene Rezeption, die ist das Schlimmste an Musik. Ich hasse die Vorstellung, mich mitreißen zu lassen.”
— Mathias Faldbakken, Macht und Rebel, 71f.