Monatsarchiv April 2009
21. April 2009
Musikgeschmack 2.0
Es trifft sich, dass Musik nach landläufiger Meinung besser als alle anderen Kunstformen imstande ist, das tiefste Innere des Menschen zu berühren und zu offenbaren. Sie rührt an verborgene Gefühle, existenzielle Erfahrungen, wenn man so will: die Seele. Nichts ist persönlicher als der Musikgeschmack.
Unter dem Titel Mein musikalischer Zwillingsbruder veröffentlichte Jürgen von Rutenberg einen Beitrag für “Die Zeit”. Er trifft mittels Vernetzung in Bloggers Lieblingsmusikplattform last.fm einen anderen User mit exakt dem gleichen Geschmack, den gleichen Hörgewohnheiten — und lernt ihn schätzen.
Der Text offenbart neben dem, was mich in der Musik (besser: der Kunst) gefangennimmt auch die ganze Ambivalenz des “Web 2.0″: Teilen und Kommunikation in bester Absicht und mißbräuchliches Datensammeln liegen eng beineinander. Nur nicht dateninfantil werden.
5. April 2009
Ein Zitat
Er hat mir und anderen vor allem vermittelt (was mir oft … bei der “präkonzertanten Depression” … sehr nützlich sein sollte): Musik ist etwas Wunderbares; und dass sie es ist, liegt zu einem großen Teil an Dir selbst. Und: gib nie auf — nie bei Dir selbst und nie bei anderen; sei hart aber geduldig — oder, wenn es mal ganz schlimm kommt, geduldig, aber hart; verliere nie den Glauben an Dich und an die Menschen, die mit Dir Musik machen.
— Hans Winking (WDR) über Wolfgang Erpenbeck