WeblogThorsten Konigorski

Thorsten Konigorski

7. Mai 2010

Song des Tages

Nico Brün­jes (Code­can­dies) star­tet heute ein neues Pro­jekt: Song des Tagesein Blog über Songs, die wir mögen. Die wir für bemer­kens­wert hal­ten. Die wir der Welt nicht vor­ent­hal­ten dür­fen. Diese Songs sind neu, alt, laut, leise. Songdestages.de ist Work in Pro­gress. Nur eine Sache bleibt immer gleich: Ein Tag, ein Song.

Das hat Poten­tial. Song eins: One.

6. April 2010

Projekt Matthäuspassion

Nach den ermu­ti­gen­den und tiefs­ten Erfah­run­gen mit „mei­nen” Ensem­bles, denen ich mich (wie auch dem Kol­le­gen Daniel mit sei­ner Kan­to­rei und mei­nem Arbeit­ge­ber) mit Dank ver­pflich­tet fühle, der zuneh­mend deso­la­ten, von nicht zu leug­nen­dem struk­tu­rel­lem Nie­der­gang gepräg­ten Situa­tion der Kir­chen­mu­sik in der Region Aachen ins Auge sehend, habe ich beschlos­sen, für den Palm­sonn­tag 2011 die Auf­füh­rung Johann Sebas­tian Bachs groß­ar­ti­ger Mat­thä­us­pas­sion in St. Remi­gius anzu­stre­ben. Die Vor­be­rei­tun­gen dazu begin­nen in Vier­sen bereits am 14. April die­sen Jah­res. Ich bin mir der enor­men Schwie­rig­kei­ten die­ses Unter­fan­gens bewusst — allein das Stu­dium der Par­ti­tur nötigt mir aller­größ­ten Respekt ab, und Bach selbst hatte außer­or­dent­li­che Hin­der­nisse bis zur Urauf­füh­rung zu über­win­den. Doch ich ahne, daß sich die Mühe lohnt.

Ich lade alle an der Mit­wir­kung inter­es­sier­ten Sän­ge­rin­nen und Sän­ger ein, sich zu betei­li­gen: Kommt, ihr Töch­ter, helft mir kla­gen. Bitte sprecht mich an! Die E-​​Mail-​​Adresse gibt es im Impres­sum, auch ein Kon­takt­for­mu­lar steht zur Verfügung.

Song-Zitate typographisch

Mico Toledo ver­öf­fent­licht unter dem etwas hoch­tra­ben­den Titel “music phi­lo­so­phy” typo­gra­phi­sche Inter­pre­ta­tio­nen von Song­tex­ten und bie­tet sie zum Down­load an, z.B. diese Umset­zung des Stones-​​Zitat:

You can’t always get what you want, but if you try some­time you just might find you get what you need.

31. März 2010

Sleeveface

Das Web­log Slee­ve­face (… ein Inter­net­phä­no­men, bei dem eine oder meh­rere Per­so­nen Kör­per­teile mit Schallplatten-​​Hüllen ver­de­cken oder erwei­tern und so eine Illu­sion erzeu­gen …* ) sam­melt eben sol­che Pho­tos, z.B. auch von Mozart. Skur­ril.

22. März 2010

Verschiebebahnhof

Liebe Feed­le­ser, ich habe das Web­log auf die Unter­seite http://thorsten-konigorski.de/weblog/ ver­scho­ben und die Start­seite vor­läu­fig umge­lei­tet. Es kann sein, daß es hier vor­erst stil­ler wird, der Feed bleibt aber wei­ter­hin aktiv :-)

10. Februar 2010

Songs from Barcelona

Liisa weist heute auf „27 Songs from Bar­ce­lona” hin, eine Initia­tive der Band I’m from Bar­ce­lona. Jeden Tag stellt ein Mit­glied der recht gro­ßen For­ma­tion einen Song vor, den man down­loa­den kann. Advents­ka­len­der im Februar.…

via Liisa

14. Januar 2010

Fonts in Bandlogos

Sam Dunn ver­öf­fent­lichte auf buildinternet.com eine Liste von Fonts, die in Logos popu­lä­rer Bands Ver­wen­dung fan­den (Lin­kin Park zum Bei­spiel). Zu jedem Logo fin­det sich auch ein Link zu der ent­spre­chen­den Dow­load­mög­lich­keit des Font, z.B. den der Beat­les. Ich bin gespannt, wie sich die Ver­wen­dung sol­cher Fonts auch im Inter­net ver­än­dert — mit der zuneh­men­den Brow­ser­un­ter­stüt­zung von @font-face wer­den uns ebenso mehr Fonts begeg­nen wie typo­gra­fi­sche Sünden.

Kollege gesucht

Ideal für Stu­den­ten in Köln oder Düs­sel­dorf, oder für enga­gierte Orga­nis­ten, die hier in der Region woh­nen: Der KGV Vier­sen möchte einen Kir­chen­mu­si­ker in Teil­zeit ein­stel­len. Wei­ter­le­sen »

26. Dezember 2009

Farben der Musik

Der Pho­to­künst­ler George Ben­son hat für sein Pro­jekt Color of Music neben­ein­an­der­ste­hende LPs foto­gra­fiert und nach farb­li­chen Gesichts­punk­ten geordnet.

Auf der Pro­jekt­seite fin­det sich sehr ästhe­tisch die ganze Palette: white, black, blues and pur­pels, mul­ti­co­lours etc.

via

17. Dezember 2009

Chilirec, die Zweite.

Chi­li­rec ist wie­der auf­er­stan­den und kann bis Ende 2009 kos­ten­los her­un­ter­ge­la­den werden.

Malmsheimer.

Ken­nen Sie das? Der Gemein­de­ge­sang ist ja die­ser Wett­lauf zwi­schen dem ter­min­lich gekne­bel­ten Orga­nis­ten und der noch prä­fest­lich sedier­ten Gemeinde. Der Orga­nist ist kein Mis­an­throp, nein, aber er haßt Men­schen. Des­we­gen läßt er den Abstand auf eine halbe Stro­phe fal­len, da klingt’s beson­ders kako­phon. Ist die Gemeinde cle­ver, läßt sie sich eine wei­tere halbe Stro­phe zurück­fal­len, dann klingts nicht mehr ganz so scheiße. Man muß nur die letzte Stro­phe a capella sin­gen, aber das ist zu schaf­fen … Taub­heit kann ein Geschenk sein.

Kabra­ret­tist Jochen Malms­hei­mer in Neues aus der Anstalt. Ich bin, nebe­ne­bei bemerkt, froh, nicht taub zu sein.

nach­se­hen

16. Dezember 2009

Allegorie.

Cäci­lia von Ste­fano Maderno in der Kir­che Santa Ceci­lia in Tras­te­vere (1599 – 1600).© S. Bertrand

Patro­nin zur Lage, Epi­t­he­ton zu die­sem ver­bor­ge­nen Gesicht: hippokratisch.

15. Dezember 2009

Quervergleich

Lesens­wer­ter Arti­kel von Heinz Gel­king Im klei­nen Ver­gleich: WDR Radio­Re­cor­der, Radiofx, dradio-​​Recorder und phonostar-​​Player: Es gibt gute Gründe für’s Radio­hö­ren übers Inter­net. Die Klang­qua­li­tät gehört aller­dings nicht dazu.

14. Dezember 2009

Contra, das.

Wenn­gleich diese Zei­ten für mich die arbeits­in­ten­sivs­ten des gan­zen Jah­res sind (Dr. Martin Huf­ner traf heute — ohne es zu ahnen und mit wahr­schein­lich voll­kom­men ande­rer Inten­tion — meine der­zei­tige para­doxe zwangs­läu­fige Prio­ri­tä­ten­set­zung, als er auf sei­ner Seite for­mu­lierte Erst kommt die Pflicht, dann das Ver­gnü­gen und zum Schluss die Arbeit) habe ich heute einen Weih­nachts­markt besucht und habe still aber extrem unter der mir dort auf­ge­nö­tig­ten Beschal­lung gelitten.

Zum Abrea­gie­ren hier drei dis­pa­rate Kon­tra­punkte via youtube: Char­lotte Gains­bourg mit ihrer akus­ti­schen Ver­ar­bei­tung von Magnetresonanz-​​Tomografien. Die „Zeit” wies bereits am 4. Dezem­ber dar­auf hin (Sag mir wo das Trauma liegt, einen kos­ten­lo­sen .mp3-​​Download gibt es hier).

Außer­dem Oli­vier Mes­siaen, der in der letz­ten Woche sei­nen 100. Gebur­ta­tag gefei­ert hätte mit Danse de la fur­eur, pour les sept trom­pet­tes aus dem Qua­tuor pour la fin du temps, das the­ma­tisch sehr viel bes­ser in die Zeit passt als irgend­ein Weih­nachts­du­del praecox,

und, ach, diese Arie aus der Mat­thä­us­pas­sion, die mir wie­der in die Hände fiel, weil ich Bachs große Pas­sio­nen erstaun­li­cher­weise immer in der Advents­zeit höre. Der­je­nige, der die­ses Video bei youtube ein­ge­stellt hat, hat die Arie mit Krip­pen­bil­dern unter­legt. Ich weiß nicht, ob das von schlich­tem Unwis­sen oder bemer­kens­wer­tem theo­lo­gi­schem Scharf­sinn zeugt.

10. Dezember 2009

Mein Advent

Die Rhei­ni­sche Post hatte mich um ein paar Zei­len gebe­ten. Bit­te­schön, here we are:

Für mich als Kir­chen­mu­si­ker beginnt die Vor­be­rei­tung auf Weih­nach­ten weit vor der Advents­zeit. Und wenn der Advent dann beginnt, ist er flüch­tig, zer­brech­lich und von Ver­ges­sen bedroht. Er ist an den Rand gedrängt vom allzu auf­dring­li­chen Däm­mer­licht der Weih­nachts­märkte. Seine Lie­der – meist in Moll – wer­den über­tönt von vor­zei­tig all­ge­gen­wär­ti­gen und zur Hintergrund-​​Dudelei degra­dier­ten Weihnachtsliedern.

Mein Advent kennt kein “Glo­ria in excel­sis Deo”, aber er sehnt sich freu­dig danach. Ich suche ihn, wenn ich, noch müde von der vor­abend­li­chen, der Weih­nachts­mu­sik gewid­me­ten Chor­probe, in früh­mor­gend­lich kal­ter Dun­kel­heit mei­nen Weg über men­schen­leere Stra­ßen zur Rora­te­messe auf­nehme, dann in der Kir­che vor dem Got­tes­dienst zur Ruhe komme. Wenn ich das gre­go­ria­ni­sche “Rorate” anstimme oder vom Dor­nen­wald singe.

Ich finde ihn in von freudig-​​ungeduldiger Erwar­tung leuch­ten­den Kin­der­au­gen. In der Zuver­sicht von sich ihres Lebens­ende gewär­ti­gen Mit­gläu­bi­gen. Und in all den­je­ni­gen Zuhö­rern, die beim Orgel­nach­spiel mit mir den Schmerz über jene wun­der­ba­ren, in Johann Sebas­tian Bachs Advent­scho­räle ein­kom­po­nier­ten Dis­so­nan­zen teilen.

Mein Advent ist flüch­tig und heißt “noch nicht”. Er ist vio­lett. Nicht weiß.

(Online, der Titel stammt nicht von mir.)