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Thorsten Konigorski

3. November 2009

Webseite für A. Hartmann

Ich hatte in den letz­ten Mona­ten die Ehre, die Web­seite des Unter­neh­mens­be­ra­ters und Musik­ma­na­gers Dr. Anselm Hart­mann zu gestal­ten. Anselm Hart­mann ist ein außer­ge­wöhn­li­cher Mensch und Künst­ler, er hatte als euro­pa­weit täti­ger Päd­agoge Lei­tungs­po­si­tio­nen in Aachen, Porto und Feld­kirch inne, bevor er sich als Con­sul­tant selb­stän­dig machte. Ich ver­danke ihm viel — für meine künst­le­ri­sche Tätig­keit nicht weni­ger als das Wesent­li­che. Daher war es mir eine Freude, ihm — nun weni­ger als Musi­ker denn als Neti­zen — beim Webauf­tritt behilf­lich zu sein. Ein Feed­back zu der neuen Inter­net­seite ist posi­tiv wie nega­tiv will­kom­men, gerne über die Kom­men­tar­funk­tion oder per eMail an epost (ätt) die­se­do­main­hier.
halbtotal

Auf­gabe

Mir stellte sich die Auf­gabe eines Rede­signs, das den beste­hen­den Schrift­zug “hartmann.consultant e.U.” mit­ein­be­zieht und die Imple­men­tie­rung in ein cms, das die War­tung der Seite auch dem html–Unkun­di­gen ermöglicht.

Die bis Ende Okto­ber beste­hende alte Web­prä­senz (Screen­shot) war mit­hilfe eines wysi­wyg–Edi­tors erstellt wor­den. Sie zeigte aller­dings dem­ent­spre­chend typi­sche Schwä­chen, z.B. unse­man­ti­scher, nicht­va­li­die­ren­der und redun­dan­ter Quell­code, ein Haupt­menü, das aus der ange­streb­ten Flucht hin­aus­lief und eine nicht strin­gend durch­ge­zo­gende Menü­struk­tur (hier zu sehen).

Die neue Seite

In mei­ner Vor­stel­lung sollte das neue Lay­out schlicht sein und klar struk­tu­riert. Aus­ge­hend vom Farb­schema der alten Seite erhielt die neue Seite ein sich auf wenige Grau– und Blau­töne beschrän­ken­des Farb­spek­trum (Huch! Das Rot für die Feh­ler­mel­dung des Kon­takt­for­mu­lars hat in der Tat Signalwirkung :-)).

Anders als z.B. für Salicional.de, des­sen Lay­out sich bis zu einer bestimm­ten Breite an das jeweilge Brow­ser­fens­ter anpaßt, ent­schied ich mich bei Hartmann-​​Consultant für ein fixes Lay­out, das eine feste Gesamt­sei­ten­breite von 900px vor­sieht. Selbst wenn dann der View­port ins­be­son­dere bei sehr brei­ten Bild­schir­men nicht opti­mal genutzt wird, erschien mir diese Lösung für das zukünf­tige Publi­zie­ren siche­rer, da bei­spiels­weise keine Maxi­malbrei­ten für Bil­der etc. beach­tet wer­den müs­sen. Die Seite glie­dert sich in einen groß­zü­gi­gen Kopf­be­reich mit Sprach­wahl– und jeweils zuge­hö­ri­gem Haupt­menü, einer Haupt­in­halts– und einer Seitenspalte.

Das css ergab keine grö­ße­ren (im Fall der micro$oft-Browser: keine uner­war­te­ten) Pro­bleme hin­sicht­lich der brow­ser­über­grei­fen­den Dar­stel­lung. Jeden­falls war dies so in den Platt­for­men, die ich tes­ten konnte. Die Seite unter­stützt auch den IE abwärts bis zur 6er Reihe. Ledig­lich im iPhone gab es Schwie­rig­kei­ten: Zwei abso­lut posi­tio­nierte Ele­mente in der Sei­ten­leiste über­lapp­ten sich. Die­ses Pro­blem ist nun durch Zuwei­sung eines Extra­style­s­heets gelöst.

Beim Markup-​​Coding (hier: XHTML 1.0 Strict) lag das Augen­merk auf einen seman­ti­schen, vali­den und knap­pen Quellcode.

Drei vor­her beste­hende Ein­zel­sei­ten mit nur sehr kur­zen Tex­tin­hal­ten wur­den in die Sei­ten­leiste ver­legt und mit­hilfe des JavaScript-​​Frameworks jQuery in ein „Akkor­deon” ver­packt. Das dazu benutzte Plu­gin ver­ur­sachte mir einige Kopf­schmer­zen; die anfangs geschal­tete “default”-Konfiguration
$('#seitenblock').accordion({header:'h2', active:'.selected'});
brachte repro­du­zier­bar jeden IE7 zum Absturz. Der genaue Grund ist mir letz­lich unklar, ich biete daher der­zeit für diese Brow­ser­gruppe eine Ersatz­funk­tio­na­li­tät an.

Auf der Suche nach einem pas­sen­den cms galt es, zwi­schen gewünsch­ter Ein­fach­heit und den Erfor­der­nis­sen sei­tens der Fami­lie Hart­mann abzu­wä­gen. Ich ent­schied mich für Text­pat­tern. Ein sol­ches „klei­nes” cms ist in mei­nen Augen voll­kom­men aus­rei­chend, für die­sen Zweck hier gra­dezu ideal. Als ganz am Ende der Wunsch nach einem rotie­ren­den „News”-System kam, war ich froh, dafür kein Extra­mo­dul wie bei ande­ren, grö­ße­ren Sys­te­men instal­lie­ren zu müs­sen. Das wun­der­bare Word­press war mir dann aber doch etwas zu „blog­cen­tric”, und das Ver­la­gern des kom­plet­ten php–Codes aus den Bau­stei­nen und Sei­ten­vor­la­gen, wie es Text­pat­tern, oder aber auch Movable Type vor­sieht, kam mir für die­ses Pro­jekt sehr ent­ge­gen. Letz­te­res hatte mir an ande­rer Stelle erheb­li­che Install­ti­ons­pro­bleme berei­tet, wäh­rend ich aller­dings das Backend dem­je­ni­gen von Text­pat­tern ein­deu­tig vorziehe.

Die Seite ist auf Ser­vern der Tele­kom Aus­tria gehos­tet, deren Business-​​Support ich für einen Mas­sen­hos­ter über­ra­schend schnell und fle­xi­bel emp­fand. Es gilt noch, einige klei­nere Css-​​Korrekturen vor­zu­neh­men, den­noch: seit dem 1. Novem­ber hat die Seite www.hartmann-consultant.at nun ihr neues Gesicht.

23. Oktober 2009

Einspruch!

Man wider­spricht die­sem schrä­gen Zeit­ar­ti­kel zu recht (#1, #2, #3). Über musi­ka­li­sche Qual­tät ent­schei­det eben nicht die Ein­schalt­quote. Ohren aufmachen!

22. Oktober 2009

Ste­reo­tro­nic Multi-Synth Orches­tra

stereotronic multi-synch orchestraSozu­sa­gen ein Touchscreen-​​Tisch ist das „Ste­reo­tro­nic Multi-​​Synth Orches­tra”. Wohl mehr ori­gi­nel­les Design als Inhalt.

Die Funk­tio­na­li­tät erläu­ten meh­rere Vimeo-​​Videos, z.B. auch die­ses.

Das Instru­ment stammt von Fashion­bud­dha Stu­dio, das auch die bereits vor län­ge­rer Zeit durch die Blog­ge­ria geis­tern­den, sehr ein­drucks­vol­len Days with my father von Phi­lip Tole­dano realisierte.

20. Oktober 2009

Melt!-Doku

Melt!-Festival 2009 — Von Scha­fen, Stahl und Strom­gi­tar­ren. Doku­men­ta­tion von E.Siebert. Via.

Jean-Guillou-Portrait

Die Süd­deut­sche por­trai­tiert St.-Eustache-Titulaire Jean Guillou. Fast bes­ser als das Por­trait ist des­sen Überschrift.

19. Oktober 2009

Beds are burning

Der ehe­ma­lige UNO-​​Generalsekretär Kofi Annan lan­ciert ein Remake des Midnight-​​Oil-​​Titlels Beds are burning — erstellt mit Duran Duran, Mark Ron­son, Jamie Cul­lum, Mela­nie Lau­rent, Marion Cotil­lard, Milla Jovo­vich, Fer­gie, Lily Allen, Manu Kat­che, Bob Geldof, Yous­sou N’Dour, Yan­nick Noah und zahl­rei­chen Ande­ren — als „Musi­ka­li­sche Peti­tion für Kli­ma­ge­rech­tig­keit”. Hin­ter­grund ist der im Dezem­ber in Kopen­ha­gen statt­fin­den­den UN-​​Klimagipfel.

Der Titel wird kos­ten­los auf allen wich­ti­gen Platt­for­men für Musik­down­loads zur Ver­fü­gung gestellt. Die Kam­pa­gnen­web­site bie­tet Video, Down­load­mög­lich­keit und wei­tere Infor­ma­tio­nen dazu.

29. September 2009

When i am laid in earth

Aus aktu­el­lem Anlass möchte ich noch­mal auf diese schöne tod­trau­rige Arie von Henry Pur­cell ver­lin­ken, dies­mal in der Fas­sung von Richard Thomp­son — Für Liisa: Ich hätte bei­nah „Musik zum Wochen­ende” drü­ber­ge­schrie­ben, dabei ist heute Diens­tag. Danke für Deine Reihe von hier aus.

Bilder bookmarken mit Asaph

Um inspi­rie­rende Bil­der aus dem Netz zu sam­meln, ste­hen im Netz Bookmarking-​​Services wie ffffound oder visualize.us zur Ver­fü­gung. Beide ermög­li­chen mit­hilfe eines Book­marklets oder einer (Firefox-)Extension ein sehr, sehr ein­fa­ches Abspei­chern des gewünsch­ten Bil­des, ähnlich, wie es bei Deli­cious funk­tio­niert: Ein Klick auf die ent­spre­chende Schalt­flä­che fin­det alle Bil­der der auf­ge­ru­fe­nen Seite, man klickt das gewünschte Bild an und auto­ma­tisch wird bei dem ent­spre­chen­den Ser­vice das Bild der Bookmark-​​Sammlung zugefügt.

Grund­sätz­lich finde ich selbst­ge­hos­tete Lösun­gen bes­ser, nicht zuletzt, weil man diese immer an das gewünschte Design anpas­sen kann. Außer­dem ist die Träg­heit und das häu­fige Aus­fal­len gerade von visualize.us unbe­frie­di­gend. Eine wun­der­bare, sehr ein­fa­che Alter­na­tive bie­tet das Microblogging-​​System Asaph von Domi­nic Szab­lew­ski, das neben Bil­der auch ein­fa­che Text­zi­tate auf­neh­men kann: Ein­fa­che Instal­la­tion, schlich­tes Backend ohne jeden Schnick­schnack und eine extrem ein­fa­che Hand­ha­bung. Durch das „Pos­ten” per Book­marklet braucht man zum Ein­log­gen gar nicht die Backend­seite auf­zu­ru­fen, son­dern kann von der Seite aus, auf der man sich befin­det, alle not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen eingeben.

Hier ist meine Bei­spie­l­in­stal­la­tion.

20. September 2009

Musikerphotos

Nikolaus Harnoncourt „Zwi­schen Magie und Mar­ke­ting” nennt der Deutsch­land­funk eine Sen­dung über Musik­pho­to­gra­fie heute und stellt auf die Seite zur Sen­dung etli­che Pho­tos bedeu­ten­der Musi­ker (Annette Dasch, Anna Netrebko, Hélène Gri­maud etc), erstellt von dar­auf spe­zia­li­sier­ten Pho­to­gra­fen. Her­aus­ra­gend: Pho­tos des Nie­der­län­ders Marco Borg­greve.

17. September 2009

Distraxion

„Beau­ti­ful music” war der Vor­läu­fer­be­griff zu Smooth Jazz — jener Mischung aus Pop­mu­sik und Jazz, die in Kauf­häu­sern und Fahr­stüh­len all­zu­oft als Hin­ter­grund­mu­sik funk­tio­na­li­siert wird. Wenn Musik nervt ist die Über­schrift zu einem Film­chen namens Dis­tra­xion, das ziem­lich deut­lich illus­triert, wie Berie­se­lung auch emp­fun­den wer­den kann.

12. September 2009

Birds on wires

birdsonwires Birds on wires: eine Kom­po­si­tion nach einem Photo mit Vögeln auf Tele­fon­draht. Jeder Vogel auf dem Draht bestimmt die Posi­tion einer Note auf Notenlinien.

Und 20 Youtube-​​Videos in B-​​Dur: In b flat zum Sel­ber­mi­schen. Play these toge­ther, some or all, start them at any time, in any order. Eine teil­de­ter­mi­nierte Klang­kol­lage kon­zi­piert von Dar­ren Solomon.

via

8. September 2009

Noch Musik hören

Bei Mat­thias Mader fand ich heute fol­gende Provokation:

„Ich höre keine Musik mehr. Ich kann Musik nicht ertra­gen. Ich hasse Musik. Wenn man mich fragt, ist Musik einer der Gründe, warum alles zum Teu­fel geht. Jedes Mal, wenn ich Musik höre – als ich noch Musik hörte — war mir, als müsste ich alles auf­ge­ben. Musik schafft hirn­lose Einig­keit, sonst nichts. Musik steht für Ver­ant­wor­tungs­ver­drän­gung. Musik ist Feig­heit. Wer Musik hört, ‚ver­gisst‘ auf ein­mal die unum­stöß­li­che Tat­sa­che, dass er mut­ter­see­len­al­lein ist; und er wird es immer sein.

Musik dik­tiert mir einen Zustand, und das ist zum Kot­zen. An Musik klebt der­selbe idio­ti­sche Ruf wie an Mas­sen­sug­ges­tion oder Rebel­lion. Und diese ganze kotz­be­schis­sene Rezep­tion, die ist das Schlimmste an Musik. Ich hasse die Vor­stel­lung, mich mit­rei­ßen zu lassen.”

— Mathias Fald­bak­ken, Macht und Rebel, 71f.

11. August 2009

Rot - Grün - Blau

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“Rot — Grün — Blau” mit Bil­dern aus dem Pho­to­log.

30. Juli 2009

Bewußte Amusa?

In der „Zeit” schreibt heute der Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler Claude Haas eine prä­zise Ana­lyse des Medi­en­ver­hal­tens von Angela Mer­kel als Regie­rungs­che­fin. Er beleuch­tet ihr Auf­tre­ten und das ihrer Vor­gän­ger im Span­nungs­feld zwi­schen der Rolle „Held” und „Sou­ve­rän” und geht der Frage nach, wie Frau Mer­kel — oder inwie­fern eben sie nicht — Macht ver­kör­pert. Er deu­tet ihr feh­len­des Cha­risma als insze­nierte Harm­lo­sig­keit. Am Ende sei­nes Arti­kels illus­triert er seine Gedan­ken mit einer Beob­ach­tung, die ich bereits häu­fi­ger bei Frau Mer­kel gemacht habe:

Wenn Frau Mer­kel Mili­tär­pa­ra­den abnimmt, schrei­tet sie grund­sätz­lich frisch und weit aus. Nur dem Takt der Marsch­mu­sik gleicht sie ihren Schritt dabei nicht an. Ihre mit Abstand beste Beob­ach­te­rin und Bio­gra­fin Eve­lyn Roll ver­mu­tet zu Recht, dass dies für einen Men­schen mit Mer­kels musi­ka­li­scher Kom­pe­tenz eine äußerst schwer zu bewäl­ti­gende Auf­gabe sein dürfte. Wei­ter kann man sich von der Ver­kör­pe­rung von Macht jeden­falls nicht ent­fer­nen, als es die Bun­des­kanz­le­rin in sol­chen Augen­bli­cken tut.

Edit: Der Arti­kel online.

28. Juli 2009

Tonspion.

TONSPION.de — Ton­spion ist ein MP3 Musik­ma­ga­zin und ver­weist nach eige­ner Aus­kunft auf die “bes­ten kos­ten­lo­sen MP3 Down­loads” im Inter­net. Es han­delt sich um urhe­ber­recht­lich geschütz­tes, aber kos­ten­lo­ses Material.

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