Thorsten Konigorski
10. Februar 2010
Songs from Barcelona
Liisa weist heute auf „27 Songs from Barcelona” hin, eine Initiative der Band I’m from Barcelona. Jeden Tag stellt ein Mitglied der recht großen Formation einen Song vor, den man downloaden kann. Adventskalender im Februar.…
14. Januar 2010
Fonts in Bandlogos
Sam Dunn veröffentlichte auf buildinternet.com eine Liste von Fonts, die in Logos populärer Bands Verwendung fanden (Linkin Park zum Beispiel). Zu jedem Logo findet sich auch ein Link zu der entsprechenden Dowloadmöglichkeit des Font, z.B. den der Beatles. Ich bin gespannt, wie sich die Verwendung solcher Fonts auch im Internet verändert — mit der zunehmenden Browserunterstützung von @font-face werden uns ebenso mehr Fonts begegnen wie typografische Sünden.
Kollege gesucht
Ideal für Studenten in Köln oder Düsseldorf, oder für engagierte Organisten, die hier in der Region wohnen: Der KGV Viersen möchte einen Kirchenmusiker in Teilzeit einstellen. Weiterlesen »
26. Dezember 2009
Farben der Musik
Der Photokünstler George Benson hat für sein Projekt Color of Music nebeneinanderstehende LPs fotografiert und nach farblichen Gesichtspunkten geordnet.
Auf der Projektseite findet sich sehr ästhetisch die ganze Palette: white, black, blues and purpels, multicolours etc.
17. Dezember 2009
Chilirec, die Zweite.
Chilirec ist wieder auferstanden und kann bis Ende 2009 kostenlos heruntergeladen werden.
Malmsheimer.
Kennen Sie das? Der Gemeindegesang ist ja dieser Wettlauf zwischen dem terminlich geknebelten Organisten und der noch präfestlich sedierten Gemeinde. Der Organist ist kein Misanthrop, nein, aber er haßt Menschen. Deswegen läßt er den Abstand auf eine halbe Strophe fallen, da klingt’s besonders kakophon. Ist die Gemeinde clever, läßt sie sich eine weitere halbe Strophe zurückfallen, dann klingts nicht mehr ganz so scheiße. Man muß nur die letzte Strophe a capella singen, aber das ist zu schaffen … Taubheit kann ein Geschenk sein.
Kabrarettist Jochen Malmsheimer in Neues aus der Anstalt. Ich bin, nebenebei bemerkt, froh, nicht taub zu sein.
16. Dezember 2009
Allegorie.
Patronin zur Lage, Epitheton zu diesem verborgenen Gesicht: hippokratisch.
15. Dezember 2009
Quervergleich
Lesenswerter Artikel von Heinz Gelking Im kleinen Vergleich: WDR RadioRecorder, Radiofx, dradio-Recorder und phonostar-Player: Es gibt gute Gründe für’s Radiohören übers Internet. Die Klangqualität gehört allerdings nicht dazu.
14. Dezember 2009
Contra, das.
Wenngleich diese Zeiten für mich die arbeitsintensivsten des ganzen Jahres sind (Dr. Martin Hufner traf heute — ohne es zu ahnen und mit wahrscheinlich vollkommen anderer Intention — meine derzeitige paradoxe zwangsläufige Prioritätensetzung, als er auf seiner Seite formulierte Erst kommt die Pflicht, dann das Vergnügen und zum Schluss die Arbeit) habe ich heute einen Weihnachtsmarkt besucht und habe still aber extrem unter der mir dort aufgenötigten Beschallung gelitten.
Zum Abreagieren hier drei disparate Kontrapunkte via youtube: Charlotte Gainsbourg mit ihrer akustischen Verarbeitung von Magnetresonanz-Tomografien. Die „Zeit” wies bereits am 4. Dezember darauf hin (Sag mir wo das Trauma liegt, einen kostenlosen .mp3-Download gibt es hier).
Außerdem Olivier Messiaen, der in der letzten Woche seinen 100. Geburtatag gefeiert hätte mit Danse de la fureur, pour les sept trompettes aus dem Quatuor pour la fin du temps, das thematisch sehr viel besser in die Zeit passt als irgendein Weihnachtsdudel praecox,
und, ach, diese Arie aus der Matthäuspassion, die mir wieder in die Hände fiel, weil ich Bachs große Passionen erstaunlicherweise immer in der Adventszeit höre. Derjenige, der dieses Video bei youtube eingestellt hat, hat die Arie mit Krippenbildern unterlegt. Ich weiß nicht, ob das von schlichtem Unwissen oder bemerkenswertem theologischem Scharfsinn zeugt.
10. Dezember 2009
Mein Advent
Die Rheinische Post hatte mich um ein paar Zeilen gebeten. Bitteschön, here we are:
Für mich als Kirchenmusiker beginnt die Vorbereitung auf Weihnachten weit vor der Adventszeit. Und wenn der Advent dann beginnt, ist er flüchtig, zerbrechlich und von Vergessen bedroht. Er ist an den Rand gedrängt vom allzu aufdringlichen Dämmerlicht der Weihnachtsmärkte. Seine Lieder – meist in Moll – werden übertönt von vorzeitig allgegenwärtigen und zur Hintergrund-Dudelei degradierten Weihnachtsliedern.
Mein Advent kennt kein “Gloria in excelsis Deo”, aber er sehnt sich freudig danach. Ich suche ihn, wenn ich, noch müde von der vorabendlichen, der Weihnachtsmusik gewidmeten Chorprobe, in frühmorgendlich kalter Dunkelheit meinen Weg über menschenleere Straßen zur Roratemesse aufnehme, dann in der Kirche vor dem Gottesdienst zur Ruhe komme. Wenn ich das gregorianische “Rorate” anstimme oder vom Dornenwald singe.
Ich finde ihn in von freudig-ungeduldiger Erwartung leuchtenden Kinderaugen. In der Zuversicht von sich ihres Lebensende gewärtigen Mitgläubigen. Und in all denjenigen Zuhörern, die beim Orgelnachspiel mit mir den Schmerz über jene wunderbaren, in Johann Sebastian Bachs Adventschoräle einkomponierten Dissonanzen teilen.
Mein Advent ist flüchtig und heißt “noch nicht”. Er ist violett. Nicht weiß.
(Online, der Titel stammt nicht von mir.)
30. November 2009
Messiaen-Video
Michael Segers twittert folgenswert unter @MessiaenProject und wies da neulich auf dieses halbstündige, sehenswerte Video hin: Messiaen improvisiert in Ste. Trinité über Puer natus (Jetzt hab ich von Dir abgeschrieben, Hufi, danke).
12 Weihnachtstage
Nein, ich bin definitiv überhaupt kein Reinhard-Mey-Fan, dennoch habe ich mir sein 12 Weihnachtstage, das man derzeit auf seiner Webseite kostenlos erhält, heruntergeladen. Ich mag es wegen der total proportionslosen Skurrilität und der elf aufgebund’nen Bären.
20. November 2009
Zwitscherverzeichnis
Die Düsseldorfer Flötistin Frau Chikatze führt ein Twitterverzeichnis für zwitschernde Musiker.
Christliche Ruhestörung
Die Klage eine Anwohnerin am Verdener Domplatz gegen die Belästigung durch die dort praktizierten Kirchenmusik ist gescheitert.
17. November 2009
Pow pow.
Es kommt nicht darauf an, wie gespielt wird, nur, daß es einer tut.
Bei vielen Beerdigungen der US-Armee sind keine echten Fanfarenklänge mehr zu hören, sondern Fake-Fanfaren: In echte Instrumente wird ein elektronischer Lautsprecher versenkt, ein Soldat mimt einen Trompeter mit aufgeblasenen Wangen, die Musik kommt derweil vom Band.
Aus dem Land der begrenzten Unmöglichkeiten? Ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis wir in unseren Kirchen eine vergleichbare Situation vorfinden. Auf den Friedhöfen ist es vielerorts bereits so.

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