Ich bin Kantor in St. Remigius, Viersen.

Abendstern, Gesundbrunnen, Sargnagel

Wolf­ram Goertz schreibt heute in der Rhei­ni­schen Post:

Mag es nun in der Auf­füh­rung hin und wie­der rum­peln: Die Welt geht davon nicht unter – doch für die Cho­ris­ten hat viel­mo­na­tige Pro­bie­re­rei end­lich ein Ziel gefun­den. Es zu errei­chen kann über­wäl­ti­gend sein. Wer nie eine der Pas­sio­nen Bachs oder das Requiem von Mozart, Verdi oder Brahms mit­ge­sun­gen hat, kann den ide­el­len und per­sön­li­chen Zuge­winn über­haupt nicht ermes­sen, der bei der Ein­stu­die­rung sol­cher Werke beim Chor­sän­ger ent­steht. Einem gro­ßen Meis­ter ein­mal ganz nahe sein: Das geht nur, wenn er einem über Wochen und Monate zum Abend­stern, zum Gesund­brun­nen, zum Leucht­turm, gele­gent­lich auch zum Sarg­na­gel gewor­den ist.

(Quelle)

Kultur und Schule

Ich freue mich, in die­sem Jahr beim nordrhein-​​westfälischen Lan­des­pro­gramm „Kul­tur und Schule” im Kreis Vier­sen in der Jury für den Bereich der kul­tu­rel­len Jugend­bil­dung dabei­zu­sein. Das Pro­gramm för­dert künst­le­ri­sche Akti­vi­tät und kul­tu­relle Bil­dung „für eine dif­fe­ren­zierte Wahr­neh­mung, Aus­drucks­ver­mö­gen, die Aus­bil­dung einer ästhe­ti­schen Intel­li­genz und schließ­lich für die Gestal­tung des Lebens insgesamt.”

Break-even-Point.

In einer Aus­gabe von „poli­tik und kul­tur” mit dem Schwer­punkt­thema Die Kir­chen, die unbe­kannte kul­tur­po­li­ti­sche Macht schrieb der Aache­ner Bischof Hein­rich Mus­sin­g­hoff für den Deut­schen Kul­tur­rat im Sep­tem­ber 2006 einen Bei­trag mit dem Titel: Ohne zweck­freies Tun ver­küm­mert der Mensch (voll­stän­di­ger Text als Pdf-​​Dokument). Aus aktu­el­lem Anlass einige Aus­schnitte. (wei­ter­le­sen …)

Grenzerfahrungskatalysator

Die Remi­giusor­gel als Grenz­er­fah­rungs­ka­ta­ly­sa­tor: Im Rah­men einer Kunst­ak­tion des „Wort­fin­dungs­amts” in Vier­sen von Sig­rid Sand­mann vom 16. bis 21. Sep­tem­ber 2011 steu­erte Chris­tiane Leuch­ten­berg diese Inter­pre­ta­tion der Orgel bei.

Rückschau

Matthäuspassion in St. Remigius, Viersen Aus heu­ti­ger Sicht bin ich heil­froh, Anfang des Jah­res … die rela­tive Gunst der Stunde in der brü­chi­gen, sich rasant ver­än­der­ten und mir oft genug gleich­sam potem­ki­nesk anmu­ten­den „hei­len” Welt der hie­si­gen Nie­de­rung … zur Auf­füh­rung Johann Sebas­tian Bachs groß­ar­ti­ger Mat­thä­us­pas­sion genutzt zu haben. Die Bedin­gun­gen waren in der Tat gut und das Echo positiv.

Das Jahr jedoch gibt mir rasant und brü­chi­ger recht, als ich — trau­rig, froh zugleich und schlaf­los immer — befürch­tete. „Darum ist krank unser Herz, darum sind trüb unsere Augen” (Kla­ge­lie­der). Nun ist zu ban­gen um längst als selbst­ver­ständ­lich und not­wen­dig For­mu­lier­tes. Potem­ki­nesk, aber ja.

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