Thorsten Konigorski
14. Januar 2010
Fonts in Bandlogos
Sam Dunn veröffentlichte auf buildinternet.com eine Liste von Fonts, die in Logos populärer Bands Verwendung fanden (Linkin Park zum Beispiel). Zu jedem Logo findet sich auch ein Link zu der entsprechenden Dowloadmöglichkeit des Font, z.B. den der Beatles. Ich bin gespannt, wie sich die Verwendung solcher Fonts auch im Internet verändert — mit der zunehmenden Browserunterstützung von @font-face werden uns ebenso mehr Fonts begegnen wie typografische Sünden.
Kollege gesucht
Ideal für Studenten in Köln oder Düsseldorf, oder für engagierte Organisten, die hier in der Region wohnen: Der KGV Viersen möchte einen Kirchenmusiker in Teilzeit einstellen. Weiterlesen »
26. Dezember 2009
Farben der Musik
Der Photokünstler George Benson hat für sein Projekt Color of Music nebeneinanderstehende LPs fotografiert und nach farblichen Gesichtspunkten geordnet.
Auf der Projektseite findet sich sehr ästhetisch die ganze Palette: white, black, blues and purpels, multicolours etc.
17. Dezember 2009
Chilirec, die Zweite.
Chilirec ist wieder auferstanden und kann bis Ende 2009 kostenlos heruntergeladen werden.
Malmsheimer.
Kennen Sie das? Der Gemeindegesang ist ja dieser Wettlauf zwischen dem terminlich geknebelten Organisten und der noch präfestlich sedierten Gemeinde. Der Organist ist kein Misanthrop, nein, aber er haßt Menschen. Deswegen läßt er den Abstand auf eine halbe Strophe fallen, da klingt’s besonders kakophon. Ist die Gemeinde clever, läßt sie sich eine weitere halbe Strophe zurückfallen, dann klingts nicht mehr ganz so scheiße. Man muß nur die letzte Strophe a capella singen, aber das ist zu schaffen … Taubheit kann ein Geschenk sein.
Kabrarettist Jochen Malmsheimer in Neues aus der Anstalt. Ich bin, nebenebei bemerkt, froh, nicht taub zu sein.
16. Dezember 2009
Allegorie.
Patronin zur Lage, Epitheton zu diesem verborgenen Gesicht: hippokratisch.
15. Dezember 2009
Quervergleich
Lesenswerter Artikel von Heinz Gelking Im kleinen Vergleich: WDR RadioRecorder, Radiofx, dradio-Recorder und phonostar-Player: Es gibt gute Gründe für’s Radiohören übers Internet. Die Klangqualität gehört allerdings nicht dazu.
14. Dezember 2009
Contra, das.
Wenngleich diese Zeiten für mich die arbeitsintensivsten des ganzen Jahres sind (Dr. Martin Hufner traf heute — ohne es zu ahnen und mit wahrscheinlich vollkommen anderer Intention — meine derzeitige paradoxe zwangsläufige Prioritätensetzung, als er auf seiner Seite formulierte Erst kommt die Pflicht, dann das Vergnügen und zum Schluss die Arbeit) habe ich heute einen Weihnachtsmarkt besucht und habe still aber extrem unter der mir dort aufgenötigten Beschallung gelitten.
Zum Abreagieren hier drei disparate Kontrapunkte via youtube: Charlotte Gainsbourg mit ihrer akustischen Verarbeitung von Magnetresonanz-Tomografien. Die „Zeit” wies bereits am 4. Dezember darauf hin (Sag mir wo das Trauma liegt, einen kostenlosen .mp3-Download gibt es hier).
Außerdem Olivier Messiaen, der in der letzten Woche seinen 100. Geburtatag gefeiert hätte mit Danse de la fureur, pour les sept trompettes aus dem Quatuor pour la fin du temps, das thematisch sehr viel besser in die Zeit passt als irgendein Weihnachtsdudel praecox,
und, ach, diese Arie aus der Matthäuspassion, die mir wieder in die Hände fiel, weil ich Bachs große Passionen erstaunlicherweise immer in der Adventszeit höre. Derjenige, der dieses Video bei youtube eingestellt hat, hat die Arie mit Krippenbildern unterlegt. Ich weiß nicht, ob das von schlichtem Unwissen oder bemerkenswertem theologischem Scharfsinn zeugt.
10. Dezember 2009
Mein Advent
Die Rheinische Post hatte mich um ein paar Zeilen gebeten. Bitteschön, here we are:
Für mich als Kirchenmusiker beginnt die Vorbereitung auf Weihnachten weit vor der Adventszeit. Und wenn der Advent dann beginnt, ist er flüchtig, zerbrechlich und von Vergessen bedroht. Er ist an den Rand gedrängt vom allzu aufdringlichen Dämmerlicht der Weihnachtsmärkte. Seine Lieder – meist in Moll – werden übertönt von vorzeitig allgegenwärtigen und zur Hintergrund-Dudelei degradierten Weihnachtsliedern.
Mein Advent kennt kein “Gloria in excelsis Deo”, aber er sehnt sich freudig danach. Ich suche ihn, wenn ich, noch müde von der vorabendlichen, der Weihnachtsmusik gewidmeten Chorprobe, in frühmorgendlich kalter Dunkelheit meinen Weg über menschenleere Straßen zur Roratemesse aufnehme, dann in der Kirche vor dem Gottesdienst zur Ruhe komme. Wenn ich das gregorianische “Rorate” anstimme oder vom Dornenwald singe.
Ich finde ihn in von freudig-ungeduldiger Erwartung leuchtenden Kinderaugen. In der Zuversicht von sich ihres Lebensende gewärtigen Mitgläubigen. Und in all denjenigen Zuhörern, die beim Orgelnachspiel mit mir den Schmerz über jene wunderbaren, in Johann Sebastian Bachs Adventschoräle einkomponierten Dissonanzen teilen.
Mein Advent ist flüchtig und heißt “noch nicht”. Er ist violett. Nicht weiß.
(Online, der Titel stammt nicht von mir.)
30. November 2009
Messiaen-Video
Michael Segers twittert folgenswert unter @MessiaenProject und wies da neulich auf dieses halbstündige, sehenswerte Video hin: Messiaen improvisiert in Ste. Trinité über Puer natus (Jetzt hab ich von Dir abgeschrieben, Hufi, danke).
12 Weihnachtstage
Nein, ich bin definitiv überhaupt kein Reinhard-Mey-Fan, dennoch habe ich mir sein 12 Weihnachtstage, das man derzeit auf seiner Webseite kostenlos erhält, heruntergeladen. Ich mag es wegen der total proportionslosen Skurrilität und der elf aufgebund’nen Bären.
20. November 2009
Zwitscherverzeichnis
Die Düsseldorfer Flötistin Frau Chikatze führt ein Twitterverzeichnis für zwitschernde Musiker.
Christliche Ruhestörung
Die Klage eine Anwohnerin am Verdener Domplatz gegen die Belästigung durch die dort praktizierten Kirchenmusik ist gescheitert.
17. November 2009
Pow pow.
Es kommt nicht darauf an, wie gespielt wird, nur, daß es einer tut.
Bei vielen Beerdigungen der US-Armee sind keine echten Fanfarenklänge mehr zu hören, sondern Fake-Fanfaren: In echte Instrumente wird ein elektronischer Lautsprecher versenkt, ein Soldat mimt einen Trompeter mit aufgeblasenen Wangen, die Musik kommt derweil vom Band.
Aus dem Land der begrenzten Unmöglichkeiten? Ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis wir in unseren Kirchen eine vergleichbare Situation vorfinden. Auf den Friedhöfen ist es vielerorts bereits so.
3. November 2009
Webseite für A. Hartmann
Ich hatte in den letzten Monaten die Ehre, die Webseite des Unternehmensberaters und Musikmanagers Dr. Anselm Hartmann zu gestalten. Anselm Hartmann ist ein außergewöhnlicher Mensch und Künstler, er hatte als europaweit tätiger Pädagoge Leitungspositionen in Aachen, Porto und Feldkirch inne, bevor er sich als Consultant selbständig machte. Ich verdanke ihm viel — für meine künstlerische Tätigkeit nicht weniger als das Wesentliche. Daher war es mir eine Freude, ihm — nun weniger als Musiker denn als Netizen — beim Webauftritt behilflich zu sein. Ein Feedback zu der neuen Internetseite ist positiv wie negativ willkommen, gerne über die Kommentarfunktion oder per eMail an epost (ätt) diesedomainhier.

Aufgabe
Mir stellte sich die Aufgabe eines Redesigns, das den bestehenden Schriftzug “hartmann.consultant e.U.” miteinbezieht und die Implementierung in ein cms, das die Wartung der Seite auch dem html–Unkundigen ermöglicht.
Die bis Ende Oktober bestehende alte Webpräsenz (Screenshot) war mithilfe eines wysiwyg–Editors erstellt worden. Sie zeigte allerdings dementsprechend typische Schwächen, z.B. unsemantischer, nichtvalidierender und redundanter Quellcode, ein Hauptmenü, das aus der angestrebten Flucht hinauslief und eine nicht stringend durchgezogende Menüstruktur (hier zu sehen).
Die neue Seite
In meiner Vorstellung sollte das neue Layout schlicht sein und klar strukturiert. Ausgehend vom Farbschema der alten Seite erhielt die neue Seite ein sich auf wenige Grau– und Blautöne beschränkendes Farbspektrum (Huch! Das Rot für die Fehlermeldung des Kontaktformulars hat in der Tat Signalwirkung :-)).
Anders als z.B. für Salicional.de, dessen Layout sich bis zu einer bestimmten Breite an das jeweilge Browserfenster anpaßt, entschied ich mich bei Hartmann-Consultant für ein fixes Layout, das eine feste Gesamtseitenbreite von 900px vorsieht. Selbst wenn dann der Viewport insbesondere bei sehr breiten Bildschirmen nicht optimal genutzt wird, erschien mir diese Lösung für das zukünftige Publizieren sicherer, da beispielsweise keine Maximalbreiten für Bilder etc. beachtet werden müssen. Die Seite gliedert sich in einen großzügigen Kopfbereich mit Sprachwahl– und jeweils zugehörigem Hauptmenü, einer Hauptinhalts– und einer Seitenspalte.
Das css ergab keine größeren (im Fall der micro$oft-Browser: keine unerwarteten) Probleme hinsichtlich der browserübergreifenden Darstellung. Jedenfalls war dies so in den Plattformen, die ich testen konnte. Die Seite unterstützt auch den IE abwärts bis zur 6er Reihe. Lediglich im iPhone gab es Schwierigkeiten: Zwei absolut positionierte Elemente in der Seitenleiste überlappten sich. Dieses Problem ist nun durch Zuweisung eines Extrastylesheets gelöst.
Beim Markup-Coding (hier: XHTML 1.0 Strict) lag das Augenmerk auf einen semantischen, validen und knappen Quellcode.
Drei vorher bestehende Einzelseiten mit nur sehr kurzen Textinhalten wurden in die Seitenleiste verlegt und mithilfe des JavaScript-Frameworks jQuery in ein „Akkordeon” verpackt. Das dazu benutzte Plugin verursachte mir einige Kopfschmerzen; die anfangs geschaltete “default”-Konfiguration
$('#seitenblock').accordion({header:'h2', active:'.selected'});
brachte reproduzierbar jeden IE7 zum Absturz. Der genaue Grund ist mir letzlich unklar, ich biete daher derzeit für diese Browsergruppe eine Ersatzfunktionalität an.
Auf der Suche nach einem passenden cms galt es, zwischen gewünschter Einfachheit und den Erfordernissen seitens der Familie Hartmann abzuwägen. Ich entschied mich für Textpattern. Ein solches „kleines” cms ist in meinen Augen vollkommen ausreichend, für diesen Zweck hier gradezu ideal. Als ganz am Ende der Wunsch nach einem rotierenden „News”-System kam, war ich froh, dafür kein Extramodul wie bei anderen, größeren Systemen installieren zu müssen. Das wunderbare Wordpress war mir dann aber doch etwas zu „blogcentric”, und das Verlagern des kompletten php–Codes aus den Bausteinen und Seitenvorlagen, wie es Textpattern, oder aber auch Movable Type vorsieht, kam mir für dieses Projekt sehr entgegen. Letzteres hatte mir an anderer Stelle erhebliche Installtionsprobleme bereitet, während ich allerdings das Backend demjenigen von Textpattern eindeutig vorziehe.
Die Seite ist auf Servern der Telekom Austria gehostet, deren Business-Support ich für einen Massenhoster überraschend schnell und flexibel empfand. Es gilt noch, einige kleinere Css-Korrekturen vorzunehmen, dennoch: seit dem 1. November hat die Seite www.hartmann-consultant.at nun ihr neues Gesicht.

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